Auszug aus dem Artikel
»Technik und die Kunst«
Von der Venus von Willendorf über die mittelalterliche Ölmalerei bis zur künstlichen Intelligenz unserer Zeit – es ist die Technik, die Kunst erst möglich macht. Doch auch die Technik selbst wurde Inhalt und Thema von Kunstwerken.
Von Julia Strobel
Im gesamten Verlauf der menschlichen Kulturgeschichte
schufen innovative Techniken und Erfindungen die Basis künstlerischen Schaffens. Seit der Industriellen Revolution, also schon lange vor dem Futurismus des beginnenden 20. Jahrhunderts, stellten Künstler Maschinen und Fabriken, Eisenbahnen und Dampfschiffe dar, setzten sich in ihrem Schaffen kritisch mit den Auswirkungen der Technik auf die Natur und das Leben der Menschen auseinander.
Die Beziehung zwischen Kunst und Technik ist seit jeher eine enge. Im antiken Griechenland wurden diese beiden Begriffe nicht unterschieden. Das deutsche Wort „Kunst“ entspricht dem altgriechischen „τέχνη“ („techne“), es wird mit Kunst, Handwerk, Kunstfertigkeit und Geschick, aber auch mit Wissen und Können übersetzt. Wissenschaft, Kunst und Technik entstammen also derselben Wurzel. Erst im Laufe der Zeit trennten sich ihre Wege.
In der Ilias erzählte der griechische Dichter Homer, dass der Göttervater Zeus dem Gott des Feuers Hephaistos befahl, eine künstliche Frau herzustellen,
die so schön war, dass sich jeder in sie verlieben musste. Er wollte sich an der Menschheit für den Diebstahl des Feuers durch Prometheus rächen. Und wirklich, Epimetheus, der Bruder des Prometheus, verliebte sich unsterblich in dieses künstliche Wesen. Ihr Name war Pandora, und ihr Gastgeschenk, die Büchse der Pandora, brachte Krankheit und Unheil über die Menschen.
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