Lieblingsorte der Autoren

Auszug aus dem Artikel

»Der Pötzleinsdorfer Schlosspark«

Ein kleines Stück Wienerwald am Stadtrand von Wien im 18. Bezirk wurde zu einem der bedeutendsten Landschaftsgärten der Stadt, heute ein Naherholungsraum für Jung und Alt. 354 000 Quadratmeter Parkanlage ziehen sich bis hinauf zum Schafberg.

Von Gabriele Röder

In meiner Jugend habe ich vielleicht einmal vom Pötzleinsdorfer Schlosspark gehört, vermutlich im Zusammenhang mit dem gegenüberliegenden Geymüllerschlössl, bewusst wurde mir der Park aber erst sehr viel später. Den ersten Besuch kann ich genau datieren, es war ein 2. Mai, der Samstag eines langen Wochenendes. Die Rhododendrenbüsche blühten, die unterschiedlichen hellen Grüntöne des Frühlings leuchteten im Sonnenlicht. Die Wiener nutzten das warme Wetter für Spaziergänge, allein ist man im Schlosspark nie. Ein barockes Gittertor bietet Einlass, wenn man mit der Straßenbahnlinie 41 bis zur Endstation fährt. Joseph Oehler, ein Tausendsassa der Publizistik am Beginn des 19. Jahrhunderts, schrieb 1807 über den Park: „Man kann behaupten, daß unter den ausgezeichnet schönen Aussichten, womit die Gegenden um Wien so reichlich versehen sind, diese eine der herrlichsten sey“.…

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